Weihnachten Zwanzigzwanzig

Ein paar Gedanken von Phil

Sie werden nicht wie sonst sein, diese Festtage über Weihnachten und Neujahr. Viele Alters- und Pflegeheime befinden sich in Quarantäne, auch Besuche in Spitälern sind kaum oder nicht möglich. Kinder, Enkel, Urenkel, Neffen und Nichten, Bruder und Schwester, sie alle können Oma und Opa, Mama und Papa, Onkel und Tanti nicht sehen. Für unsere Senioren in den Heimen wird das eine ganz schwierige Zeit. Telefonieren und Skypen können das persönliche 1:1 nicht ersetzen. Aber immerhin gibt es diese Möglichkeit.

Denken wir aber auch an alle, die während dieser Zeit krank sind. Zuhause, in den Heimen, in den Spitälern. Denken wir an alle, die in den letzten 10 Monaten ihre Angehörigen, Freunde und Bekannten verloren haben. An die, die an COVID-19 gestorben sind.

Denken wir an diese Zeit, die viele Menschen traurig und einsam gemacht hat. Helfen wir mit, dass wir die kommende Zeit so gut wie möglich überstehen. Wohlwissend, dass es viele da draussen gibt, die Gutes in schwierigen Zeiten tun. Pflegende, Rettungsteams und Ärzte in Spitälern, Personal in den Heimen und bei der Spitex, Freiwillige beim Roten Kreuz, Helfer bei der pro senectute oder dem Malhzeitendienst. Familienangehörige und Freunde, die Quarantänepflichtigen mit Einkäufen und Besorgungen zur Seite stehen. Und nicht zuletzt Kunden, die ihren Geschäften und Läden die Treue halten. Der Dank gilt allen!

Schauen wir aber auch vorwärts und einer besseren Zeit entgegen, die ganz sicher kommen wird. Dafür können wir alle noch ein bisschen mehr tun. Uns und die Schwächeren schützen und sich zwei, drei Mal überlegen (so es das wirklich braucht), ob dieser Ausflug, jenes Treffen und diese Geburtstagsfeier jetzt gerade wirklich nötig sind und nicht auch in einem halben, vielleicht auch erst einem Jahr nachgeholt werden können?

Nachdenken und Verzichten sind eine Tugend.
In diesem Sinne, allen gesunde und erholsame Festtage!

Wichtiger denn je!

Jetzt gilt es zusammenzuhalten, solidarisch zu sein mit den Pflegeberufen und Ärzten. Was heisst das für uns: Schützen, schützen, schützen. Auch dort Maske tragen wo der Bundesrat oder der Kanton es nicht vorschreibt. Vor den Läden, Geschäften und Restaurants. Weiter denken als bis zum Nasenspitz. Das Weihnachtsapèro verschieben. Das Geburtstagsfestli später nachholen. Darüber nachdenken ob man wirklich ohne Maske ins Fitnesscenter gehen sollte!

Die Zahlen sind auf nach wie vor Besorgnis erregendem Niveau, ebenso wie die Hospitalisationen und die Todesfälle in Verbindung mit Covid-19.

Jeder und jede von uns möchte, dass es bald vorbei sein möge und uns allen „gnüegelet“ es. Aber es ist wie es ist, die Realität ist, dass wir uns mitten in einer Pandemie befinden und die Zahlen schlechter sind, als sie es während und vor dem ersten Lockdown waren. Es liegt an uns allen, wie wir diese Zeit überstehen und wie lange es dauern wird, bis wir wieder befreit mit unserer Freizeit umgehen können. Aber auch da ist bitte Geduld gefragt.

Derweil suchen die Spitäler zur Entlastung ehemalige Kräfte aus Pflegeberufen. Bitte meldet euch, wenn ihr könnte.

Machet’s guet und blibet gsung!

Wichtig: Quarantäne ist Quarantäne!

Wenn Ferienrückkehrer in Quarantäne müssen, versuchen wir bei Einkäufen und anderen Erledigungen zu helfen. Wir fragen nicht nach, wieso, weshalb und warum. Uns geht es darum Hilfe zu leisten und andere zu schützen. Solltet ihr Hilfe brauchen könnt ihr uns hier auf unserer Facebook Seite «gärn gescheh – Solothurn hilft» oder per Email kontaktieren: hilfe@gaerngscheh-solothurn.ch

Natürlich gilt das auch für alle anderen, die zu Hause bleiben müssen.

Wir versuchen Freiwillige vor Ort zu organisieren, die mit euch Kontakt aufnehmen werden. Vielleicht gibt es auch jemand aus der Verwandschaft, der euch helfen kann – oder eine Nachbarin steht euch zur Seite.Es ist wichtig: Bitte befolgt die Quarantäneanweisungen des Bundes.

Wenn ihr nicht sicher seid, fragt nach beim Hausarzt oder beim Gesundheitsamt eures Kantons. Es ist jetzt wichtig eine weitere Welle nach den Ferien zu vermeiden. Bleibt daheim, wenn ihr euch krank fühlt. Nehmt mit dem Hausarzt Kontakt auf und besprecht das weitere Vorgehen, bleibt zuhause und geht mit Maske zum Arzt. Hände desinfizieren.

Wir bitten jeden Urlauber einen kurzen Selbstcheck zu machen. Wo fand der Urlaub statt? Wie bin ich an den Urlaubsort und wieder zurück gelangt? Könnte ich mich angesteckt haben? Es ist zum Wohle aller, insbesondere und nicht zuletzt der Risikogruppen gegenüber, die sich ebenfalls im Einkaufzentrum, in der Metzg’ und im Bücherladen bewegen.

Rücksicht nehmen, Abstand halten, reflektieren, solidarisch sein. Es gilt nach wie vor und jetzt erst recht.

Ehrung für Lena

Lena Lang wurde für ihre Initiative „Gärn gscheh – Solothurn hilft“ am 1. August auf dem Rütli von Simonetta Sommaruga geehrt und erhielt als Dankeschön einen kleinen Apfelbaum.

In Lenas eigenen Worten: „Im Rahmen der Bundesfeier durfte ich heute für das Nachbarschsftshilfswerk Gärn gscheh -Solothurn und somit FÜR EUCH ALLE einen Apfelbaum von Simonetta Sommaruga auf dem Rütli entgegennehmen. Aus jedem Kanton wurden stellvertretend zwei Personen für ihr Engagement während Corona geehrt. Aus dem Kanton Solothurn war dies ausserdem Daniel Vögeli, Postmitarbeiter im grössten Packetverteilzentrum in Härkingen SO. Er und viele andere Postmitarbeiter haben die immensen Paketbestellungen bewältigt, Chapeau! Ich möchte euch nochmals von Herzen danken, für euer Engagement in der Nachbarschaftshilfe. An alle die dieses Projekt irgendwie vorangetrieben haben und unterstützt haben ein grosses M.E.R.C.I. Der Apfelbaum wird im September an einem öffentlichen Platz im Kanton, sozsäge für euch alle gepflanzt 🙂!“

Wir gratulieren Lena ganz herzlich und sagen euch allen nochmals herzlichen Dank. Ohne euch wäre dieses Freiwilligenaktion nicht möglich gewesen.

Lena Lang und Daniel Vögeli am 1. August auf dem Rütli.

Swisscovid App

Die Neuansteckungen mit dem neuen Coronavirus sind anhaltend tief. Sie sollen auch möglichst nicht wieder ansteigen. Falls es doch dazu kommt, müssen wir rasch reagieren können. Dazu ist ein engmaschiges Monitoring nötig. Wichtigstes Element, um Infektionsketten zu unterbrechen: ein konsequentes Contact Tracing. Die SwissCovid App bildet eine Ergänzung dazu und hilft Übertragungsketten schneller zu stoppen.

Icon SwissCovid App

SwissCovid App downloaden

Bitte installieren Sie die SwissCovid App aus den regulären App-Stores, auch falls Sie die Pilot-Version besitzen. Dadurch wird diese aktualisiert. Die Daten bleiben erhalten.

Die SwissCovid App ergänzt das klassische Contact Tracing. Sie warnt, wenn man sich für eine bestimmte Dauer in der Nähe einer mit dem Coronavirus infizierten Person aufgehalten hat. Dazu muss diese nach dem positiven Test einen Code in die App eingeben. Den Code erhält sie vom kantonsärztlichen Dienst. Installation und Einsatz der App sowie die Eingabe des Codes sind freiwillig.

Helferliste offline

Liebe Hilfesuchende, liebe Freiwillige

Da nun mehr und mehr Lockerungen Einzug halten, haben wir uns entschlossen, die Liste der Freiwilligen, welche Hilfe in der Lockdownphase angeboten haben, offline zu stellen. Wir möchten allen ganz, ganz herzlich für den tollen Einsatz in den letzten 3 Monaten danken.

Sollte trotzdem ein*e Risikopatient*in noch auf Hilfe angewiesen sein, kontaktiert uns bitte unter: hilfe@gaerngscheh-solothurn.ch
Wir werden gerne versuchen etwas zu organisieren. Hilfe findet ihr auch nach wie vor in eurer Einwohnergemeinde, bei Pro Senectute etc.

Hoffen wir, dass eine zweite Welle, so sie denn käme, möglichst sanft sein wird und sich die Menschen trotz allen zurückgewonnenen Freiheiten an die ein oder andere Regel erinnern mögen. Diese können auch im normalen Leben durchaus Anwendung finden. Eine gute Händehygiene ist immer angesagt. Ob unterwegs, im Job, an der Uni, in den Ferien oder in den eigenen vier Wänden.

Passt auf euch auf und bleibt Gesund!

Euer „Gärn gscheh – Solothurn hilft!“ Team

Lockdown Lockerungen

Liebe Freiwillige, liebe Hilfesuchende.
Der Lockdown hat wieder eine Hürde genommen, ein bisschen mehr Normalität ist eingekehrt, die Zahlen sehen ebenfalls gut aus. 

Dennoch, seid bitte weiterhin unbedingt vorsichtig. Der Virus hat sich nicht im Nichts aufgelöst, er ist nach wie vor präsent, er verschwindet nicht so einfach wie der Blütenstaub nach einem heftigen Regenguss. 

Die ein und andere News der letzten Tage hat einen nachdenklich gemacht. Partys am Neuenburgersee. Politiker, die sich nach der Session zuprosten und vergessen was Abstand und Anstand bedeuten. Gewerbeverbände, die manchmal unbelehrbar scheinen. Wütende Demonstranten in Schweizer Städten, die sich bevormundet und in einem Polizeistaat wähnen. 

Das alles hat gezeigt: Nicht immer haben wir aus den letzten 2 Monaten gelernt, in denen viele mit Umsicht, Solidarität und Einsicht gehandelt haben. Und wir vergessen zu schnell, dass wir richtig Glück gehabt haben, sieht man sich andere Länder an, ein Glück das wir unter anderem auch dem Pflegepersonal, Ärzten, Rettungsanitätern, Personen im Gesundheitswesen und Freiwilligen mit verdanken.

In diesem Sinne: Weiterhin aufpassen. Abstand halten. Solidarisch sein.

Lockerungen

Ab dem 11. Mai sind Detailhändler, Schulen und eingeschränkt Restaurants wieder offen. Der ÖV soll ab diesem Datum ebenfalls wieder normal verkehren.
Bitte gebt uns Bescheid wenn ihr ab dem 11. Mai nicht mehr oder eingeschränkt Hilfe leisten könnt:

hilfe@gaerngscheh-solothurn.ch

Wir können noch nicht abschätzen, wie viele Risikopersonen weiterhin Hilfe brauchen. Der Aufruf für Risikogruppen weiterhin zu Hause zu bleiben, steht aber weiterhin. Wie ihr sicher selber gesehen habt, sind bereits deutlich mehr Autos und Menschen unterwegs, auch viele Senioren. Passt bitte auf und versucht zu unseren älteren Mitmenschen genügend Abstand zu halten. Es ist nach wie vor ganz wichtig vorsichtig zu sein!

Passt auf euch auf und ganz grossen Dank für euren Einsatz!