Schutz vor Betrug

Ihre Daten werden vertraulich behandelt. Bedenken Sie das unsere Liste öffentlich einsehbar ist. Das Team von „Gärngscheh-Solothurn hilft“ übernimmt keinerlei Haftung für Schäden in Zusammenhang mit Kontaktaufnahmen über die Liste oder durch Hilfeleistungen. Möchten Sie Ihre Daten löschen, können Sie dies jederzeit verlangen. Sollten Sie unseriöse Anfragen oder Anrufe erhalten, informieren Sie uns umgehend. Geben Sie niemandem telefonisch oder an der Haustüre Passwörter oder Pincodes an.

Tipps aus Sicht der HELFENDEN:

  • Gebe dem*der Hilfesuchenden deine Adresse und Kontaktdaten an und zeige beim ersten Besuch deine ID oder dein Pass vor. Falls deine Gruppe Helfer*innenausweise ausstellt, beantrage einen solchen und zeige ihn bei Einsätzen immer vor. 
  • Betreue Hilfesuchende im näheren Umfeld. Versuche zudem, immer dieselben Hilfesuchenden zu betreuen. Das ist aus medizinischer Sicht sinnvoll, schafft aber auch eine persönliche Beziehung und Vertrauen. 
  • Nimm keine Bankkarten und/oder Pincodes des*der Hilfesuchenden an. 
  • Nimm auch keine Geldgeschenke an. 
  • Sei pünktlich und verlässlich. Vereinbare immer alles zuerst telefonisch, bevor du etwas unternimmst. 
  • Verhalte dich freundlich und anständig
  • Halte in jedem Fall die Schutzmassnahmen ein. Bestehe auch darauf, wenn der/die Hilfesuchende dich auffordert, die Schutzmassnahmen zu verletzen (bspw. durch eine Anfrage, ob du eine Reinigung übernehmen kannst). Weitere Informationen dazu findest du auf dem Infoblatt zu den Schutzmassnahmen
  • Weise den*die Hilfesuchenden auf betrugsriskantes Verhalten hin (siehe unten).
  • Denke auch daran, dass du selbst Opfer von Betrug durch Hilfesuchende sein kannst. Versichere dich also insbesondere, dass Zahlungen korrekt und pünktlich ablaufen. 

Tipps aus Sicht der HILFESUCHENDEN

Betrüger sind kreativ, es gibt viele verschiedene Maschen vor denen man sich durch entsprechendes Verhalten schützen kann: 

Generell:

  • Vermeide Anonymität, suche eine Hilfsperson in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis. 
  • Finde eine seriöse Gruppe auf hilf-jetzt.ch, dort gibt es eine Suchfunktion nach Postleitzahl, mit der ihr rasch eine seriöse Gruppe findet.
  • Unterhalte dich im Vorfeld mit der Hilfsperson. Lass dir Personaldaten (Name, Telefonnummer, Wohnort) durchgeben. Frag im Zweifelsfall nach einem Ausweis. 
  • Stelle visuellen Kontakt mit der Hilfsperson her: Durchs Fenster, Balkon Türspion, vorherigen Videocall etc. 
  • Vertraut auf euer Bauchgefühl. Wenn euch ein Angebot nicht seriös erscheint, fragt bei der Gruppe oder Gemeinde nach und sichert euch so ab.

Betrug bei Zahlungsverkehr: Entwendung von Bargeld, Missbrauch von Bankkarten; Diebstahl von Einkäufen

  • Überweise kein Geld im Voraus.
  • Übergib Geld nur an die Person, mit der die Hilfeleistung ursprünglich vereinbart war. Nicht an Andere, die als “Vertretung” einspringen.
  • Hinterlege kein Bargeld unbeaufsichtigt für längere Zeit (Briefkasten, Einkaufstasche etc.).
  • Übergib keine Bankkarten zwecks Bezahlung. Gib keine Pincodes und Passwörter bekannt. Ideen zu sicheren Zahlungsalternativen findest du im Infoblatt Zahlungsverkehr. Bsp. Twint, Geschenkkarten etc.

Telefon/ E-mailbetrug: Beispiel Beratung von angeblichen Ärzten, Polizisten etc. 

  • Sei  bei Kontaktaufnahmen von (angeblichen) Behörden, Banken, Polizisten kritisch. Bei Unsicherheit kannst du nach Name und Behörde abfragen und zurückrufen.
  • Beende und melde suspekte Telefonanrufe.
  • Gib keine persönliche Daten insbesondere Pincodes oder Passwörter zu Bankkarten bekannt.

Betrug durch Verkauf von gefälschten oder überteuerten Produkten

  • Kaufe keine “Wundermittel”. 
  • Beziehe keine Medikamente, Mundschütze oder Desinfektionsmittel über zwielichtige Dritthändler. Melde Wucherpreise der Polizei, der Tatbestand der Wucherei ist strafbar.
  • Bezahle keine offensichtlich überteuerten Preise.
  • Lasse dich nicht durch Angstmacherei zu Käufen verleiten

Pishing, Computerviren: 

  • Öffne keine suspekte E-Mails. Bsp. Betreff “Coronafälle in der Nähe herausfinden”.
  • Klicke keine Links an, downloade nichts.
  • Schreib dir Inhalt und Absender von suspekten Mails auf, lösche die Mail sofort. Melde den Vorfall. 

Es liegt uns am Herzen, dass das Vertrauen von Hilfesuchenden und Hilfspersonen nicht ausgenutzt wird.

An die Risikogruppen

Liebe Seniorinnen und Senioren, liebe Risikopersonen

Corona ist real.

Bitte halten Sie Abstand. Auch wenn sie sonst sehr selbstständig sind und alles selbst bewältigen. Jetzt müssen Sie unsere Hilfe annehmen. Wenn nicht für Sie, dann zumindest für unser Gesundheitssystem. Gehen Sie bitte nicht weiterhin selbst Einkaufen etc. damit tun Sie niemandem einen Gefallen. Breitet sich das Virus aus, werden Krankenhäuser überlastet. Patienten könnten nicht mehr sorgfältig betreut werden. Ärzte, Krankenpflegerinnen leiden bereits unter enormem Druck. Lassen Sie uns das zusammen vermeiden.

Viele Leute sind bereit, Ihnen im Alltag zu helfen damit sie nicht mehr selbst Kontakte riskieren. Auch in Ihrer Gemeinde gibt es viele verfügbare Hilfspersonen.

Ein Hilfsangebot von Freiwilligen!

Das BAG empfiehlt Menschen, die zur Risikogruppe gehören, das Haus nicht zu verlassen und den Kontakt zu Mitmenschen zu meiden. Konsequenz: Sie kommen nicht zum Einkaufen, können ihre Kommissionen nicht mehr erledigen oder nicht auf die Post etc. Dasselbe gilt auch für alle Personen, die derzeit übermässig ausgelastet sind, wie etwa Pflegepersonal. Und wegen Schul- und Kitaschliessungen stehen viele Eltern vor einem Betreuungsproblem. 

Zusammen können wir darauf reagieren: In einer Gruppe vernetzen wir Solothurner*innen, die auf Unterstützung angewiesen sind, mit Solothurner*innen, die gerne helfen. 

Auf Geldzahlung und Gegenleistungen wird verzichtet. Wer kann, hilft, wer darauf angewiesen ist, nimmt Hilfe an. Unentgeltlich.

Unsere Freiwilligen sind selbstverständlich dazu angehalten alle Massnahmen des Bundes hinsichtlich Hygiene, Abstand etc. einzuhalten, ebenfalls dürfen sie bei Grippe-Symptomen nicht in den Einsatz.

So finden Sie Hilfe

  1. Rufen Sie jemanden aus der Helferliste an – diese ist nach PLZ/Gemeinden sortiert! (derzeit wieder offline)
  2. Schreiben Sie auf unsere Facebookseite (oder bitten Sie jemandn dort für Sie zu schreiben) und fragen Sie nach Hilfe!
  3. Rufen Sie auf Ihrer Gemeinde oder bei pro senectute (032 626 59 59; info@so.prosenectute.ch) an. Diese Institutionen haben Helfer*innen organisiert.
  4. Fragen Sie Ihre Nachbarn nach Hilfe! Nachbarschaftshilfe funkioniert.
  5. Nutzen Sie Lieferdienste – viele Läden, die schliessen mussten, bieten einen Lieferservice bis vor die Hastüre an. 
  6. Kontaktiert uns: hilfe@gaerngscheh-solothurn.ch

Bitte beachten Sie immer die Massnahmen des Bundes: Abstand halten. Kein Kontakt. Waschen Sie sich gründlich die Hände. Besprechen Sie mit Ihrem Helfer, wie die Übergabe von Einkäufen, Medis etc. stattfinden soll. 

Schützen Sie sich vor Betrug! Lesen Sie sich hier unsere Tipps durch.